Menschlich sein bedeutet, authentisch zu sein.

Wir möchten in all unserem Tun wahrhaftig sein, wollen Vielfalt leben, Benachteiligungen abbauen und Hilfe dort anbieten, wo sie gebraucht wird. Fehler gehören dazu und dürfen auch gemacht werden. Wir wünschen uns einen Ort der offenen Tür. Wir wollen menschlich sein, authentisch sein.

Vision

Die Kinder- und Jugendhilfe befindet sich derzeit im Umbruch. Die klassischen Hilfen zur Erziehung passen nicht mehr zu jedem jungen Menschen, der Unterstützung benötigt. Gemeinsam mit öffentlichen Trägern möchten wir quer denken und Hilfsangebote stricken, die wirklich Sinn machen und jungen Menschen den sinnvollsten und bestmöglichsten Beistand bieten. Und die Jugendhilfe der Cluster Sozialagentur will noch mehr. Mit hohem fachlichen Anspruch und systemischen Sichtweisen möchte unser engagiertes Team Jugendlichen und jungen Menschen die Möglichkeit geben, sich von Krisen zu erholen. Wir unterstützen sie, indem wir für sie ein Zuhause auf Zeit schaffen und immer wieder gemeinsam den Blick nach vorn richten.

Bei uns dürfen junge Menschen wirklich mitgestalten und mitentscheiden: ob bei der Hilfeplanung, beim Essen, bei der Einrichtung des Hauses oder bei der Wahl ihrer Bezugsbetreuer*innen. Partizipation verstehen wir nicht als neuesten Trend, sondern als Einstellung. Die Jugendlichen sollen uns zeigen, was heutzutage angesagt ist.

Die Menschlichkeit steht bei unserer Arbeit vor allem anderen – menschlich sein zu unserem Team und menschlich sein zu unseren Klient*innen. Denn menschlich sein, heißt authentisch sein.

Nachhaltigkeit

Die Cluster Sozialagentur möchte nachhaltig sein, über Nachhaltigkeit informieren und diskutieren, kleine aber auch große Schritte in die richtige Richtung gehen und Kontroversen insbesondere im Bereich der Jugendhilfe austragen. Unsere Wohngruppen sind mit ökologischen Möbeln eingerichtet. Wir kaufen auch mal secondhand. In unseren Waschräumen steht ein Gaswäschetrockner.

Alte Möbelstücke reparieren wir. Wir machen uns Gedanken. Und fahren E-Autos und auch mal mit dem Rad. Allerdings stehen wir bei unserer Arbeit immer wieder vor großen Herausforderungen: Wenn die jungen Menschen die Heizung auf Stufe 5 stehen lassen, Getränke lieber aus Plastikflaschen trinken oder den ganzen Tag ihre Zimmer stark beleuchten. Wie sollen wir mit dem aktuellen Nahrungsmittelsatz Bio-Produkte, regional und fair einkaufen? Unser Anfang ist die Biokiste.

Wir werden weiter diskutieren, unsere Köpfe zusammenstecken und aufklären. Versprochen!
Aber was tun, wenn die jugendlichen Bewohner*innen mit ihren multiplen Problemlagen kein Interesse für Nachhaltigkeit zeigen? Dranbleiben!